plötzlich mitten im lernen, ich lasse im hintergrund lambchop laufen, denn ich habe die beruhigende stimme des sängers und die ruhige atmosphäre dringend nötig, erinnere ich mich wieder an diesen song.

ich suche in fieberhaft, finde ihn bei youtube und plötzlich kommt mein damaliges lebensgefühl mit einer wucht zurück und wird lebendig.

diese musik lief bei mir in der dauerschleife, damals noch im mitsubishi lancer, den ich mir ständig von meiner mutter lieh, um damit zu freunden zu fahren, zu partys, zum club. in der zeit unternahm so viel neues mit neuen freunden und bekannten – holte auf, was ich nach einem halben jahr an krücken und in ungewissheit, ob ich sie wieder loswerden würde, nicht hatte erleben können. ich fühlte mich frei und schön (und klug ja sowieso), hatte endlich meinen führerschein nach diesem halben jahr unterbrechung fertig machen können und begann zu ahnen, was es heißt, selbstständig zu werden, eigene entscheidungen zu treffen, eingebunden in selbstgewählte freundschaften. ein selbstbestimmtes leben führen. und diese leicht melancholische, ebenfalls so beruhigende stimme gab mir ein gefühl von geborgenheit in meiner neuen sicht auf die welt und deren möglichkeiten, den menschen darin, auf meinen körper und mich selbst und sie gab mir die gewissheit, dass ich es richtig mache, dass da, wo ich hinwill, da wo ich ankommen will, wo solche musik dazugehört (im gegensatz zu den großraum- oder dorfdiskos, die ihrem publikum deren geliebte musik boten), der richtige ort für mich ist. wo auch immer das sein würde.